Archiv der Kategorie: Remastert

Kalenderblatt
19. Januar

Und schon wieder eine Tür entdeckt. Da gehts raus...

Das Kalenderblatt zum 19. Januar
„Und schon wieder eine Tür entdeckt. Da gehts raus…“
„A door discovered done again, There is the exit …“
„Otra puerta descubierto de nuevo. Ahí esta la salida …“

Aquarell auf Aquarellbütten ca 15 x 20 cm

Dieses Aquarell ist kein stilles Bild, es ist eine Einladung zur Bewegung. In einer Welt aus zarten Rosé- und Apricottönen öffnet sich kein Raum,  es öffnet sich eine Möglichkeit. Die Fläche wirkt wie ein atmender Übergangszustand, ein Dazwischen, in dem nichts festgelegt ist und gerade darin alles erlaubt scheint. Die warmen Gelb- und Orangenuancen treiben wie Gedanken, die noch keinen Namen haben, während das leise Fließen der Farben suggeriert: Hier geschieht Wandel ohne Widerstand. Und dann – fast beiläufig, beinahe scheu –  taucht sie auf: die Tür. Klein, unscheinbar, nicht dramatisch inszeniert, sondern so, wie echte Erkenntnisse erscheinen,  wenn man nicht mehr sucht, sondern wahrnimmt.

Diese Tür schreit nicht nach Aufmerksamkeit, sie flüstert: „Du darfst gehen.“ Sie steht nicht für Flucht, sondern für Entscheidung. Für den Moment, in dem man erkennt, dass Stillstand nur eine Gewohnheit ist. Der angedeutete Baum hinter der Öffnung wirkt wie ein Versprechen von Verwurzelung jenseits des Bekannten, als sage das Bild: Hinter jedem Aufbruch wartet nicht Leere, sondern Lebendigkeit. Die aufsteigenden Rotakzente im unteren Bildbereich tragen emotionale Intensität in sich,  Mut, Herzklopfen, vielleicht auch Abschied  und verleihen dem Werk seine innere Spannung.

„Und schon wieder eine Tür entdeckt. Da geht’s raus…“ ist kein resignierter Satz, sondern ein selbstbewusstes Staunen. Es ist das Erkennen eines eigenen Musters: Wer einmal begonnen hat, Türen zu sehen, wird nie wieder in geschlossenen Räumen leben. Dieses Bild verkauft keine Antwort, es verkauft Freiheit durch Wahrnehmung. Es erinnert daran, dass Übergänge nicht laut sein müssen, um wirksam zu sein  und dass der nächste Schritt oft kleiner aussieht, als er sich anfühlt. Ein Bild für Menschen, die spüren, dass ihr Leben größer ist als der Raum, in dem sie gerade stehen.

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Kalenderblatt
19. Januar

Kalenderblatt zum 19. Januar

Das Kalenderblatt zum 19. Januar
„Ursprung allen Lichts im tanzenden Raum“
„The Origin of All Light within the Dancing Space”
„Origen de toda la luz en el espacio danzante”

Acryl und Acrylpaste auf Ölpapier ca 14 x 21 cm

Dieses Bild öffnet einen Raum jenseits von Zeit, Begriff und Absicht. Im Zentrum glüht ein leuchtender Ursprung, kein fixer Punkt, sondern ein lebendiger Fokus, der zugleich sammelt und ausstrahlt. Dieses Licht ist nicht hell im äußeren Sinn, sondern wissend, still und von innen her wirksam. Es wirkt wie eine Erinnerung an etwas, das nie verloren war.

Die kreisenden Farbräume entfalten sich wie Schichten eines atmenden Kosmos. Jede Nuance scheint aus der vorherigen geboren, jede Bewegung Teil eines größeren Rhythmus. Nichts drängt nach außen, alles folgt einer zentripetalen Kraft, die den Blick sanft, aber unaufhaltsam nach innen führt. Der Kreis erscheint hier nicht als Form, sondern als Urprinzip,  Sinnbild für Ganzheit, Wiederkehr und das fortwährende Werden allen Seins.

Das helle Zentrum liest sich wie ein Schoß des Lichts, empfangend und gebärend zugleich. Es ist Quelle und Schwelle, Sonne und Same. Umgeben von dunkleren, erdigeren Farbschichten entsteht eine tiefe, ruhige Spannung. Das Licht steht nicht im Gegensatz zur Dunkelheit, es ruht in ihr. Diese Umarmung verleiht dem Bild seine stille Autorität und seine spirituelle Reife.

Die sichtbare Materialität der Acrylpaste verankert das Mythische im Körperlichen. Die Oberfläche ist rau, bewegt, ungezähmt. Nichts ist ornamental, alles ist Spur. Hier zeigt sich Schöpfung nicht als Ideal, sondern als gelebter Prozess. Das Spirituelle wird nicht entrückt, sondern in die Substanz eingeschrieben, in Farbe, Struktur und Geste.

Dieses Werk verlangt keine Deutung, sondern Anwesenheit. Wer sich ihm hingibt, spürt eine Verlangsamung, ein Innehalten. Der Blick beginnt zu kreisen, Gedanken lösen sich, etwas Tieferes tritt hervor. Man schaut nicht auf das Bild,  man tritt in seinen Raum ein.

„Ursprung allen Lichts im tanzenden Raum“ ist weniger ein Titel als ein Resonanzfeld. Eine bildgewordene Erinnerung an den Anfang, der kein Zeitpunkt ist, sondern ein Zustand. Ein stilles Zeugnis davon, dass alles Licht aus Bewegung entsteht und jede Bewegung aus dem Innersten des Seins.

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