Archiv der Kategorie: Remastert

Kalenderblatt
19. Januar

Mittwoch Nacht im Mittelmeer links von Kreta

Kalenderblatt vom 19. Januar
“Mittwoch Nacht im Mittelmeer links von Kreta”
“Wednesday night in the Mediterrean Sea, on the left of Crete”
“Miércoles de la noche en el Mediterráneo a la izquierda de Creta

Acryl, Acrylpaste auf Acrylpapier ca. 15 x 21 cm

Dieses Bild ist kein geografischer Ort, sondern ein innerer Zustand. „Mittwoch Nacht im Mittelmeer links von Kreta“ benennt keinen Punkt auf der Landkarte, sondern einen präzisen Moment jenseits der Alltagslogik, eine Zeit, in der der Lärm des Tages abgeklungen ist und das Bewusstsein beginnt, sich nach innen zu wenden. Die dunkle, nahezu samtige Fläche des oberen Bildraums öffnet sich wie eine atmende Nacht, dicht, weit und von stiller Präsenz erfüllt. Sie ist nicht leer, sondern gesättigt von Spuren, von feinen Einschreibungen, Überlagerungen und Verdichtungen, als hätte die Zeit selbst hier kurz angehalten, um ihre leisen Gedanken zu hinterlassen.

Das tiefe Blau am unteren Rand setzt einen ruhigen, tragenden Gegenpol. Es ist Meer, Fundament und Halt zugleich, ein stilles Feld von Beständigkeit, das den Blick erdet, während darüber das Unbestimmte schwebt. Dieses Blau wirkt gesammelt und souverän, fast schützend. Dazwischen liegt eine hauchdünne Linie, kaum wahrnehmbar und doch entscheidend, die Trennung und Verbindung zugleich markiert. In ihr bündelt sich die Spannung zwischen Sicherheit und Offenheit, zwischen dem, was trägt, und dem, was sich entzieht.

Die goldenen Aufhellungen im Dunkel erscheinen wie ferne Lichter ohne Quelle. Sie lassen an Sterne denken, an Spiegelungen auf bewegtem Wasser oder an Gedanken, die in schlaflosen Nächten aufblitzen, ohne sich festhalten zu lassen. Dieses Gold ist kein Akzent, sondern ein leises Versprechen, ein Hinweis auf Sinn, der sich nicht erklärt, sondern erfahren werden will.

Die Materialität – Acryl und Acrylpaste auf Papier – verstärkt den Eindruck von gelebter Zeit. Die Oberfläche widersetzt sich dem schnellen Blick, fordert Verlangsamung. Dieses Bild will nicht verstanden, sondern betreten werden. Es lädt dazu ein, innerlich abzusinken wie in dunkles, warmes Wasser und zugleich den Blick zu heben, dorthin, wo sich Bedeutung nur andeutet.

So wirkt dieses Werk wie eine nächtliche Meditation mitten in der Woche: ein Innehalten zwischen zwei Tagen, fern von Ziel und Zweck. Es spricht jene an, die das Leise wahrnehmen, das Unbestimmte zulassen und wissen, dass gerade im Dunkel Orientierung entstehen kann.

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Kalenderblatt
19. Januar

Und schon wieder eine Tür entdeckt. Da gehts raus...

Das Kalenderblatt zum 19. Januar
“Und schon wieder eine Tür entdeckt. Da gehts raus…”
“A door discovered done again, There is the exit …”
“Otra puerta descubierto de nuevo. Ahí esta la salida …”

Aquarell auf Aquarellbütten ca 15 x 20 cm

Dieses Aquarell ist kein stilles Bild, es ist eine Einladung zur Bewegung. In einer Welt aus zarten Rosé- und Apricottönen öffnet sich kein Raum,  es öffnet sich eine Möglichkeit. Die Fläche wirkt wie ein atmender Übergangszustand, ein Dazwischen, in dem nichts festgelegt ist und gerade darin alles erlaubt scheint. Die warmen Gelb- und Orangenuancen treiben wie Gedanken, die noch keinen Namen haben, während das leise Fließen der Farben suggeriert: Hier geschieht Wandel ohne Widerstand. Und dann – fast beiläufig, beinahe scheu –  taucht sie auf: die Tür. Klein, unscheinbar, nicht dramatisch inszeniert, sondern so, wie echte Erkenntnisse erscheinen,  wenn man nicht mehr sucht, sondern wahrnimmt.

Diese Tür schreit nicht nach Aufmerksamkeit, sie flüstert: „Du darfst gehen.“ Sie steht nicht für Flucht, sondern für Entscheidung. Für den Moment, in dem man erkennt, dass Stillstand nur eine Gewohnheit ist. Der angedeutete Baum hinter der Öffnung wirkt wie ein Versprechen von Verwurzelung jenseits des Bekannten, als sage das Bild: Hinter jedem Aufbruch wartet nicht Leere, sondern Lebendigkeit. Die aufsteigenden Rotakzente im unteren Bildbereich tragen emotionale Intensität in sich,  Mut, Herzklopfen, vielleicht auch Abschied  und verleihen dem Werk seine innere Spannung.

„Und schon wieder eine Tür entdeckt. Da geht’s raus…“ ist kein resignierter Satz, sondern ein selbstbewusstes Staunen. Es ist das Erkennen eines eigenen Musters: Wer einmal begonnen hat, Türen zu sehen, wird nie wieder in geschlossenen Räumen leben. Dieses Bild verkauft keine Antwort, es verkauft Freiheit durch Wahrnehmung. Es erinnert daran, dass Übergänge nicht laut sein müssen, um wirksam zu sein  und dass der nächste Schritt oft kleiner aussieht, als er sich anfühlt. Ein Bild für Menschen, die spüren, dass ihr Leben größer ist als der Raum, in dem sie gerade stehen.

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