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Kalenderblatt
5. Februar

Kalenderblatt zum 5. Februar

Das Kalenderblatt zum 5. Februar
„Albedo im Schoß der Materie“
“Albedo in the Womb of Matter”
“Albedo en el seno de la materia”

Mixed Media auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

„Albedo im Schoß der Materie“ entfaltet sich wie ein stiller Initiationsraum: ein Bild, das nicht betrachtet, sondern betreten werden will. Im Zentrum glüht ein verdichtetes Gold, kein dekoratives Leuchten, sondern konzentriertes Sein, ein inneres Feuer, das aus der Tiefe spricht. Es wirkt nicht aufgesetzt, nicht dramatisch, sondern notwendig, als hätte sich hier etwas lange vorbereitet, um nun sichtbar zu werden.

Die umgebenden Schichten sind rau, bewegt, dunkel durchzogen von Blau, Grün und erdigen Tönen. Sie erinnern an Materie im Werden, an Widerstand, Reibung, Inkubation. Doch diese Materie ist kein Gefängnis. Sie ist tragender Schoß, schützender Raum, lebendige Matrix. In ihr ruht das Licht nicht als Gegensatz, sondern als ihr innerstes Versprechen.

Der goldene Kern scheint nicht zu explodieren, sondern zu atmen. Er dehnt sich aus, zieht sich zurück, pulsiert zwischen Sichtbarkeit und Geheimnis. Genau darin liegt die Kraft dieses Bildes: Es zeigt keinen fertigen Zustand, sondern einen heiligen Zwischenmoment. Albedo, die Phase der Klärung, erscheint hier nicht als Abhebung vom Irdischen, sondern als Erwachen innerhalb der Dichte. Reinheit wird nicht durch Abtrennung erreicht, sondern durch Durchdringung.

Das Bild spricht von Transformation ohne Flucht, von Spiritualität, die sich nicht über die Materie erhebt, sondern sie veredelt. Es ist ein visuelles Bekenntnis dazu, dass Licht nicht außerhalb gesucht werden muss. Es wächst dort, wo Hingabe, Geduld und Tiefe zusammentreffen. Das Leuchten entsteht im Inneren der Erfahrung, nicht jenseits von ihr.

„Albedo im Schoß der Materie“ ist damit mehr als ein abstraktes Werk. Es ist eine Einladung, dem eigenen inneren Reifungsprozess zu vertrauen. Ein Bild für jene Schwelle, an der sich etwas klärt, ohne sich schon zu erklären. Ein Bild, das nicht antwortet, sondern erinnert.

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Ballnacht
Frankenthal CF

Ballnacht Frankenthal CF

Ballnacht Frankenthal CF 2/2020
Fotodruck, Acryl, Schlagmetall, Glitter auf Leinwand ca. 100x75cm

Dieses Bild ist ein gesellschaftliches Ereignis. Eine visuelle Ballnacht, die nicht erzählt, sondern verführt. Die Leinwand explodiert in Farben, als hätte sich die Nacht selbst in Pigmente verwandelt: sattes Violett, glühendes Rot, elektrisches Blau, schimmerndes Grün und goldene Lichtblitze überlagern sich, reiben sich, tanzen miteinander. Nichts ist ruhig, nichts ist beiläufig. Alles steht unter Spannung, wie kurz vor Mitternacht, wenn Masken noch sitzen, aber die Wahrheit bereits durchscheint.

Im Zentrum erhebt sich eine weiße, ornamentale Figur, durchzogen von Spiralen und Wirbeln, fast wie aus Erinnerung geschnitzt. Sie wirkt zugleich fragil und standhaft, wie ein Wesen zwischen Erscheinung und Auflösung. Ihr Kopf ist von goldenem Schlagmetall gekrönt, kein lauter Glanz, sondern ein leiser, sakraler Akzent. Hier steht kein Mensch, sondern eine Essenz, eine Präsenz, die mehr fühlt als zeigt. Sie ist der ruhende Pol in einem Taumel aus Bewegung.

Um sie herum schneiden transparente, pfeilartige Formen durch den Raum, wie Lichtkegel, wie Blickachsen, wie Entscheidungen. Sie verleihen dem Bild Richtung, ohne Eindeutigkeit. Nichts ist festgelegt, alles ist möglich. Die Nacht öffnet Optionen, sie zwingt nicht, sie lädt ein. Genau hier entfaltet der Einsatz von Acryl, Fotodruck, Glitter und Schlagmetall seine volle Wirkung: Material wird Bedeutung. Glanz ist hier kein Schmuck, sondern ein psychologisches Signal, Verführung, Versprechen, Gefahr.

Rechts schwebt eine dunkle Fliege, fast beiläufig, fast ironisch. Ein Symbol für Konvention, für Etikette, für das gesellschaftliche Spiel. Doch sie wirkt verloren im Farbenrausch, wie ein Relikt aus einer Ordnung, die in dieser Nacht keine Macht mehr hat. Die Regeln gelten nur noch, wenn man an sie glaubt.

„Ballnacht Frankenthal“ ist kein romantisches Festbild. Es ist eine psychologische Momentaufnahme: der Augenblick, in dem Identitäten flüssig werden, in dem Rollen verrutschen, in dem das Innere nach außen drängt. Dieses Werk spricht Menschen an, die wissen, dass wahre Eleganz nicht im Kostüm liegt, sondern im Mut, sich zu zeigen. Ein Bild für Räume, die Charakter haben und für Betrachter, die bereit sind, sich berühren zu lassen.

Die Idee für dieses Werk entstand auf dem phänomenalen Rheinpfalz-Ball der Tanzschulen Knöller und TIF. 
Ich experimentierte zu der Zeit mit Fotodrucken meiner Morgenbilder auf Leinwand als Grundlage einzigartiger Bildkompositionen.
Dieses faszinierende Unikat gibts für 345.- Euro ab Atelier Frankenthal.

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