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Kalenderblatt
2. April

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Kalenderblatt zum 2. April
“Sonnenaufgang am Karfreitag”
“Sunrise on Good Friday”
“Amanecer en Viernes Santo”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Dieses Bild ist kein Sonnenaufgang im klassischen Sinne, es ist ein Durchbruch. Ein Moment, in dem etwas Altes zerreißt und etwas Neues sich mit unaufhaltsamer Kraft seinen Weg bahnt. Der Titel „Sonnenaufgang am Karfreitag“ trägt bereits die Spannung in sich: Tod und Neubeginn fallen in denselben Atemzug.

Die leuchtend intensive, fast glühende Farbfläche im oberen Bereich wirkt wie ein kosmisches Feuer, das nicht zerstört, sondern verwandelt. Es ist kein sanftes Morgenlicht, es ist ein brennendes Erwachen, ein Licht, das fordert, nicht tröstet. Darunter liegt eine raue, strukturierte Landschaft, die an Bruchstücke, Narben und gelebte Erfahrung erinnert. Hier ist nichts glatt, nichts idealisiert, alles spricht von Reibung, Widerstand und geformter Existenz.

Im Zentrum erhebt sich die goldene Form, eine Sonne, aber mehr noch ein Siegel, ein Symbol für das Unantastbare, das Ewige im Vergänglichen. Gold steht hier nicht für Reichtum, sondern für Essenz, für das, was bleibt, wenn alles andere vergeht. Und doch ist diese Sonne nicht vollständig sichtbar, sie ist halb verborgen, als würde sie sich gerade erst aus dem Schatten herauslösen.

Die klaren, geometrischen Linien, die von unten zur Sonne führen, wirken wie unsichtbare Kräfte, die sich bündeln. Sie erinnern an Wege, an Entscheidungen, an Richtungen im Leben. Drei Linien, fast wie ein stiller Verweis auf das Kreuz, führen zusammen in diesen einen Punkt: Transformation ist kein Zufall, sondern ein bewusstes Durchschreiten.

Dieses Bild erzählt von einem Zustand, den jeder kennt, aber kaum jemand wirklich zulässt: dem Moment zwischen Ende und Anfang. Karfreitag steht für Schmerz, für Verlust, für das scheinbare Scheitern, doch genau hier beginnt bereits das Licht. Nicht als Hoffnung, sondern als unvermeidliche Wahrheit.

Was dieses Werk so kraftvoll macht, ist seine Ehrlichkeit: Es zeigt keinen idyllischen Sonnenaufgang, sondern einen, der durch Widerstand geboren wird. Einen, der sagt: Erneuerung geschieht nicht trotz der Dunkelheit, sondern durch sie hindurch.

Am Ende bleibt eine stille, aber unerschütterliche Botschaft:
Jede Dunkelheit trägt bereits das Licht in sich, man muss nur den Mut haben, es zu durchleben.

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Kalenderblatt
1. April

Sonnenuntergang an der Wand

Kalenderblatt vom 1. April
“Sonnenuntergang an der Wand”
“Sunset at the wall”
“Puesta del sol al hormazo”

Quarzsand, Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

Es war einer dieser Abende, an denen die Welt nicht unterging, sondern sich langsam selbst vergaß.

Die alte Wand stand seit Jahrzehnten am Rand des Dorfes, unscheinbar, bröckelnd, von Wind und Wetter gezeichnet. Niemand schenkte ihr Beachtung, bis zu jenem Tag, an dem ein Kind stehen blieb. Es war kein besonderer Ort, kein Denkmal, kein Ziel. Und doch begann genau hier etwas, das sich nicht erklären ließ.

Als die Sonne tiefer sank, geschah es.

Zuerst war es nur ein Flimmern. Ein leises Aufglühen im Staub der Oberfläche, als hätte die Wand beschlossen, sich zu erinnern. Die Risse begannen zu leuchten, die rauen Strukturen erwachten und plötzlich breitete sich ein goldenes Feuer aus, das nicht verbrannte, sondern erzählte.

Das Kind trat näher.

Es sah keine Wand mehr. Es sah eine Landschaft. Ein Himmel aus brennendem Rot, der sich über ein Feld aus flüssigem Licht spannte. Dazwischen bewegten sich Formen, kaum greifbar, wie Gedanken kurz vor dem Einschlafen. Und in der Mitte, dort, wo das Gold am hellsten pulsierte, öffnete sich etwas.

Nicht sichtbar, nicht greifbar. Aber spürbar.

Ein Übergang.

„Das ist kein Sonnenuntergang“, flüsterte das Kind, ohne zu wissen, warum es sprach. „Das ist ein Tor.“

Die Luft wurde still. Selbst der Wind hielt inne, als würde er zuhören.

Und dann begann die Wand zu antworten.

Nicht in Worten. Sondern in Empfindungen, die sich wie Erinnerungen anfühlten, die man nie erlebt hatte. Von Tagen, die nicht vergangen waren, von Leben, die sich ineinander verschoben, von Momenten, in denen alles gleichzeitig existierte: Anfang und Ende, Licht und Dunkel, Werden und Vergehen.

Das Kind spürte, wie etwas in ihm aufbrach.

Ein inneres Leuchten, das genau dem glich, was vor ihm auf der Wand brannte.

Es verstand plötzlich: Der Sonnenuntergang geschah nicht draußen. Er geschah in ihm.

Und die Wand? Sie war nie einfach nur eine Wand gewesen. Sie war ein Speicher, ein Zeuge, ein stiller Begleiter. Sie hatte gewartet, auf den einen Blick, der nicht nur sah, sondern erkannte.

Langsam begann das Licht zu verblassen. Das Gold zog sich zurück, das Rot wurde wieder zu bloßer Farbe, die Formen zerfielen in Struktur. Die Wand wurde wieder das, was sie immer gewesen war.

Oder zumindest das, was die meisten glaubten.

Das Kind aber ging nicht einfach weiter.

Es drehte sich noch einmal um, sah auf die raue Fläche, und lächelte.

Denn es wusste nun etwas, das man nicht mehr verlernen konnte:

Dass selbst die unscheinbarsten Dinge ein Universum in sich tragen.
Und dass manchmal ein Sonnenuntergang genügt, um es sichtbar zu machen.

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