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Morgenbild
10. August

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Das Morgenbild zum 10. August
„Rodakino Beach“
Aquarell und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

„Rodakino Beach“ liest sich nicht nur als Landschaft, sondern als inneres Seelenpanorama. Der einsame Baum im Vordergrund wirkt wie ein Archetyp des Selbst, verwurzelt in der Erde, aber ausgerichtet auf das Licht in der Ferne. Die Wege, die sich vor ihm verzweigen, können als Lebenspfade gesehen werden: Manche klar, andere im Nebel verschwindend. Das leuchtende Gelb im Hintergrund symbolisiert Hoffnung, Erkenntnis oder den Ruf einer noch unerreichten Bestimmung, während die dunklen Wolken am oberen Rand die Schattenseiten des Lebens andeuten – Herausforderungen, Ängste, Übergänge.

Die Mischung aus fließendem Aquarell und strukturgebender Acrylpaste spiegelt den Spannungsbogen zwischen Vergänglichkeit und Dauer: Das Wasserhafte steht für das Flüchtige, das Pastose für das Bleibende. Es ist, als würde das Bild sagen: „Alles verändert sich, aber etwas in dir bleibt.“

Im Ganzen ist es weniger ein Abbild eines Strandes als ein inneres Gleichnis über Standhalten, Sehnsucht und die ständige Bewegung zwischen Licht und Schatten.

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Kalenderblatt
8. August

Space Invadors. Uli lacht ins All

Kalenderblatt vom 8. August
„Space Invadors. Uli lacht ins All“
„Space Invadors. Uli is laughing in the outer space“
„Space Invadors. Uli esta riendo en el espacio fuera“

Acryl, Acrylpaste, Pigment auf Aquarellkarton ca. 21 x 15 cm

Es begann in einer Nacht ohne Sterne.
Nur ein fahles Leuchten, wie der Atem eines uralten Mondes, schwebte am Rand des Himmels.
Uli stand dort – oder vielleicht warst du es selbst – und blickte hinaus in das große, atmende Dunkel.

Vor ihr öffnete sich ein Bogen aus Licht, nicht glatt, sondern von Spuren durchzogen. Jede Schicht erzählte von einer Reise, die längst vergessen schien. Dahinter lag eine Tiefe, so dunkel und grenzenlos, dass man meinen konnte, sie verschlinge alles. Doch Uli lachte. Nicht leise. Nicht unsicher. Sondern wie jemand, der endlich erkennt, dass das, was er für Feinde hielt, in Wahrheit Boten sind.

Links, schwebend wie ein goldenes Rätsel, glühte ein Zeichen: Vier Linien, ein Kreuz, ein leuchtender Mittelpunkt. Es war eine Landkarte,  aber nicht für Länder oder Planeten. Es zeigte den Weg zurück zu einem Ort, den kein Kompass kennt. Einen Ort, den man nur findet, wenn man den Blick von außen nach innen wendet.

„Sie kommen“, flüsterte eine Stimme, die vielleicht nur in deinem Herzen sprach. „Aber nicht, um dich zu erobern. Sie kommen, um dich zu erinnern.“

Und in diesem Moment wurde klar: Der Raum, den du für das Universum hieltest, war in Wirklichkeit dein eigener innerer Himmel.
Die „Space Invadors“ waren nie Eindringlinge.
Es waren Splitter deines vergessenen Selbst, die heimkehren wollten.

Uli lachte ins All, und das All lachte zurück.
Denn sie wusste jetzt, dass es keine Grenzen gab – nur Türen. Und dass jede von ihnen in Wirklichkeit schon offen stand.

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