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Kalenderblatt
13. August

Kalenderblatt 13. August

Das Kalenderblatt zum 13. August
„Durchbruch ins Erste Leuchten“
„Passage into the Dawn of Light“
„Despertar hacia la Primera Luz“

Aquarell und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

„Durchbruch ins Erste Leuchten“ entfaltet sich wie ein Moment zwischen Zeiten, eine Schwelle, an der sich Schatten und Licht, Bewegung und Stille begegnen. Die dunklen, kalligrafisch anmutenden Formen wirken wie Fragmente einer uralten Schrift, halb vergehend, halb neu entstehend. Sie scheinen aus einem Bereich zu stammen, der jenseits des Sichtbaren liegt, und sich tastend dem helleren Zentrum zuzuwenden.

Das Gelb leuchtet wie ein innerer Kern, von zarten Violettbögen umfangen, während goldene Flächen einen Hauch von Unvergänglichkeit einbringen. Die Textur der Acrylpaste gibt den Flächen Relief, als würde das Bild selbst aus mehreren Schichten Wirklichkeit bestehen.

In dieser Komposition verschmelzen die Transparenz des Aquarells und die greifbare Struktur der Acrylpaste zu einem Bildraum, der den Blick nicht festhält, sondern weiterführt,  hinein in das, was jenseits der ersten Wahrnehmung liegt.

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Kalenderblatt
12. August

Auf der Suche nach Blau

Das Kalenderblatt zum 12. August
“Auf der Suche nach Blau”

“Looking for Blue”
“Buscando al azul”
Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

 

Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einem uralten Felsen, vom Wind und der Zeit geformt, schwarzgrau wie ein verschlossenes Buch. Die Oberfläche trägt Spuren ungezählter Geschichten – Schatten, Schichtungen, Verwerfungen. Zwischen diesen tiefen, erdigen Strukturen leuchtet ein unvermuteter Streifen in Rot und Gold auf, als hätte sich für einen flüchtigen Augenblick ein Riss geöffnet, durch den das Innere der Welt sichtbar wird. Es ist nicht bloß Farbe, es ist ein glühender Herzschlag, ein Funken, der aus der Tiefe nach außen drängt.

Die feinen Linien in Gelb und Rot scheinen Wege zu markieren,  keine geraden Straßen, sondern Pfade, die sich durch unbekanntes Terrain winden. Unten, kaum merklich, blitzt das Blau auf: wie eine ferne Verheißung, die nicht leicht zu erreichen ist, aber unwiderstehlich ruft. Das Werk trägt seinen Titel nicht zufällig – „Auf der Suche nach Blau“ ist eine Reise, bei der man nicht einfach Farbe findet, sondern eine Wahrheit, die nur durch das Durchschreiten von Dunkelheit und Glut zugänglich wird.

Die Acrylpaste baut Reliefs auf, in denen das Licht spielt, so dass das Bild bei jeder Blickrichtung etwas Neues offenbart. Es ist ein Stück, das lebt – nicht in der Bewegung, sondern in der Resonanz. Wer es betrachtet, spürt diese Bewegung in sich selbst: das Unfertige, das Drängen, das Versprechen.

Dieses Werk ist nicht für flüchtige Blicke geschaffen. Es ist für den Moment, in dem man bereit ist, zwischen den Schichten zu verweilen – um nicht nur das Blau zu suchen, sondern auch den eigenen inneren Funken zu finden, der inmitten von Grau und Schwarz leuchtet und den Weg weist.

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