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Kalenderblatt
23. Februar

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Kalenderblatt zum 23. Februar

“Aurum Nascens”

Acryl, Seidenpapier und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Dieses Werk zeigt keinen abgeschlossenen Zustand. Es zeigt einen Entstehungsmoment. Kein triumphierendes Gold, kein dekoratives Leuchten, sondern den kritischen Augenblick der Wandlung, in dem Materie unter Druck zu sich selbst findet.

In einem Feld aus glutgesättigtem Rot, aus dunkler Erdigkeit und mineralischem Grün verdichtet sich eine große, organische Form. Sie liegt nicht im Bild, sie arbeitet im Bild. Ihre Masse wirkt schwer, beinahe geologisch. Wie ein Kern im Erdinneren. Wie ein Keim im Brennraum der Welt. Das Gold erscheint nicht als Oberfläche, sondern als herausgearbeitete Essenz.

Die Struktur – durch Seidenpapier gebrochen, durch Acrylpaste plastisch verdichtet – erzählt von Widerstand. Von Reibung. Von Schichten, die sich überlagern, verschieben, durchdringen. Nichts ist glatt. Nichts ist gefällig. Alles trägt die Spur eines Prozesses. Hier entsteht Wert nicht durch Glanz, sondern durch Intensität.

Der Hintergrund ist kein passives Umfeld, sondern das eigentliche Labor der Verwandlung. Rot und Orange glühen wie geschmolzene Materie, dunkle Partien öffnen Tiefe, grüne Einschlüsse erinnern an mineralische Ablagerungen. Das Bild atmet Hitze. Es ist ein Ort des Durchgangs. Und genau in dieser Spannung beginnt das Gold, sich zu behaupten, nicht trotz des Feuers, sondern durch es.

Die kleinere goldene Form im oberen rechten Bereich wirkt wie ein Echo oder eine Vorwegnahme. Vielleicht ist sie der erste Impuls, vielleicht das zukünftige Resultat. Vielleicht ein Bewusstseinskeim. Sie verstärkt, dass hier kein statisches Objekt gezeigt wird, sondern ein Vorgang des Werdens.

Aurum Nascens – werdendes Gold.
Der Titel benennt präzise, was geschieht: Das Kostbare liegt nicht einfach vor. Es bildet sich. Es schält sich heraus. Es verdichtet sich aus dem Unruhigen, aus dem Chaotischen, aus dem Brennenden. Dieses Werk ist ein Bild der Transformation durch Druck, der Reifung durch Hitze, der Klärung durch Intensität.

Es erzählt von einem inneren Prozess, in dem alles Überflüssige verbrennt und nur das Wesentliche Bestand hat. Vom Kern, der im Zentrum jeder Glut liegt. Vom Unzerstörbaren im Menschen wie in der Materie.

Hier wird nichts präsentiert.
Hier wird Gold.

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Kalenderblatt
22. Februar

Der 53. Sonnenuntergang dieses Jahres

Das Kalenderblatt zum 22. Februar
“Der 53. Sonnenuntergang dieses Jahres”
“The 53rd sunset of this year”
“La 53 puesta del sol este año”

Aquarell auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Der 53. Sonnenuntergang dieses Jahres ist nicht einfach eine Momentaufnahme der Natur. Er ist ein Verdichtungspunkt von Zeit, ein leiser, aber unumkehrbarer Übergang zwischen dem, was war, und dem, was sich noch nicht offenbart hat.

Die Sonne selbst erscheint hier nicht als fernes Gestirn, sondern als lebendiger, atmender Kern. Ihr leuchtendes Gelb trägt die Unschuld des Anfangs in sich, während die Einschlüsse von Orange und Rot bereits vom Wissen der Vergänglichkeit erzählen. Sie ist zugleich Geburt und Abschied, ein Symbol für die ewige Bewegung des Werdens und Vergehens. Nichts an ihr ist statisch. Sie pulsiert. Sie erinnert uns daran, dass jeder Augenblick, so vollkommen er auch sein mag, nur existiert, um sich im nächsten aufzulösen.

Der Raum um sie herum ist kein leerer Himmel. Er ist ein Resonanzfeld der Seele. Das Violett, das sich weich und zugleich tief ausbreitet, trägt die Qualität des Inneren, des Unausgesprochenen. Es ist die Farbe der Schwelle, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Bewusstsein und Ahnung. In diesem Violett liegt eine stille Einladung: innezuhalten, nicht zu handeln, sondern zu empfangen.

Unterhalb des Sonnenkörpers öffnet sich ein Horizont, der sich nicht klar festlegen lässt. Wasser, Luft und Licht verschmelzen zu einer Sphäre der Möglichkeit. Die zarten Spiegelungen in Gelb und Rosé wirken wie Erinnerungen an Emotionen, die noch nachklingen. Sie sind nicht konkret, und genau darin liegt ihre Kraft. Sie lassen Raum für Projektion, für persönliches Erleben, für das eigene innere Echo.

Dieser Sonnenuntergang ist der 53. eines Jahres, eine scheinbar beiläufige Zahl, und doch birgt sie eine tiefere Wahrheit. Sie erinnert uns daran, dass wir die meisten Übergänge unseres Lebens nicht bewusst würdigen. Sie geschehen leise. Unbemerkt. Und doch formen sie uns.

Dieses Bild hält einen solchen Moment fest. Es macht sichtbar, was normalerweise entgleitet: den heiligen Zwischenraum, in dem etwas endet und gleichzeitig etwas Neues vorbereitet wird.

Wer dieses Werk betrachtet, sieht nicht nur einen Sonnenuntergang. Er begegnet einem Spiegel seiner eigenen inneren Zyklen. Er wird eingeladen, sich selbst in diesem Übergang zu erkennen. Denn jeder Sonnenuntergang trägt dieselbe Botschaft:

Du bist im Wandel. Und genau darin liegt deine Schönheit.

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