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Kalenderblatt
25. Februar

Rheingold - Wo steckt Alberich?

Das Kalenderblatt zum 25. Februar
“Rheingold – Wo steckt Alberich?”
“Rhinegold – where is Alberich?
“El oro del Rin – ¿Donde ésta Alberich?”

Acrylpaste und Acryl auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

Dieses Bild ist ein Schauplatz der Begierde. Ein Ort, an dem Licht nicht nur leuchtet, sondern lockt. „Rheingold – Wo steckt Alberich?“ ist weniger eine Frage als eine Provokation. Denn das Gold in der Bildmitte glüht nicht dekorativ, es brennt. Es ist ein Zentrum magnetischer Verführung, eingebettet zwischen eruptiven Formationen, die wie Felsen, Wesen oder innere Widerstände zugleich erscheinen.

Die Komposition arbeitet mit einer dramatischen Verdichtung: Unten die schweren, pastosen Massen in erdigen, rostigen, beinahe blutgetränkten Tönen. Darüber ein Himmel in kühlem Blau, aufgerissen, bewegt, unruhig. Dazwischen: das Gold. Dieses Gold ist kein sanfter Schimmer, es ist eine Explosion aus Licht und Verheißung. Es durchbricht die Dunkelheit nicht, es speist sich aus ihr. Genau hier beginnt die eigentliche Erzählung.

Alberich – die mythische Figur, die dem Gold entsagt, um Macht zu gewinnen – ist im Bild nicht sichtbar. Und doch ist er überall. Er steckt im Schatten der linken Formation, wo sich dunkle Konturen verdichten wie eine lauernde Präsenz. Er steckt in den kratzenden Strukturen, im aggressiven Auftrag der Acrylpaste, in der haptischen Wucht der Oberfläche. Alberich ist hier kein Charakter,  er ist ein Impuls. Ein innerer Drang. Eine Entscheidung zwischen Liebe und Macht, zwischen Licht und Besitz.

Die Materialität des Werks verstärkt diese Spannung. Die raue Struktur wirkt wie aufgerissene Erde, wie verbranntes Gestein nach einem inneren Vulkanausbruch. Nichts ist glatt, nichts gefällig. Alles ist in Bewegung. Das Bild arbeitet nicht mit Idylle, sondern mit archaischer Energie. Es zeigt keinen Rhein, wie wir ihn kennen, es zeigt einen seelischen Strom, der Gold in sich trägt und zugleich Gefahr.

Besonders stark ist der Kontrast zwischen dem kühlen, beinahe entrückten Blau des oberen Bildraums und dem glutvollen Zentrum. Das Blau schafft Distanz, Weite, vielleicht sogar Unschuld. Doch darunter brodelt es. Hier wird sichtbar: Das Gold ist nicht nur Schatz, es ist Prüfstein. Wer es begehrt, verändert sich. Wer es raubt, verliert sich. Wer es erkennt, steht vor einer Wahl.

Dieses Werk fordert den Betrachter heraus. Es fragt nicht nur „Wo steckt Alberich?“, es fragt: Wo steckt dein eigener Alberich? In welchem Schatten deiner Sehnsucht? In welchem Glühen deiner Ambition? Das Bild hält uns keinen Mythos vor, sondern einen Spiegel. Und das macht es so kraftvoll.

„Rheingold – Wo steckt Alberich?“ ist damit mehr als eine mythologische Referenz. Es ist ein visuelles Drama über Verführung, Entscheidung und innere Machtverschiebung. Ein kleines Format mit gewaltiger Wucht. Ein Gold, das nicht beruhigt, sondern beunruhigt. Und genau darin liegt seine unwiderstehliche Stärke.

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Kalenderblatt
24. Februar

Kalenderblatt zum 24. Februar

Das Kalenderblatt zum 24. Februar
“Tektonik des Erwachens”
“The Tectonics of Awakening”
“Tectónica del Despertar”

Acryl und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Man steht vor diesem Werk und spürt zunächst keine Geschichte, sondern eine Kraftverschiebung. Etwas ist in Bewegung. Nicht sichtbar als Handlung, sondern als innerer Druck. Eine Diagonale zieht sich durch die Komposition wie eine geöffnete Erdnaht. Sie ist nicht dekorativ gesetzt, sondern wirkt wie das Resultat einer Spannung, die lange gewirkt hat und nun Form annimmt.

Im oberen Bereich verdichtet sich Farbe zu Glut. Rost, Kupfer, Gold,  Töne, die nicht nur leuchten, sondern brennen. Die pastose Struktur trägt Spuren von Widerstand, von Reibung, von Materie, die sich nicht widerstandslos formen ließ. Hier ist Geschichte gespeichert. Hier liegt die Schwere des Gewachsenen, des Geformten, des Unter-Druck-Gestandenen.

Darunter öffnet sich ein anderes Feld. Grün in seinen kühleren Abstufungen, durchsetzt von hellen Partikeln, die wie aufsteigendes Licht wirken. Dieser Raum atmet. Er ist weniger kompakt, weniger widerständig. Er ist Möglichkeit. Während oben Verdichtung herrscht, entsteht hier Weite.

Die feinen Linien, fast architektonisch, durchziehen beide Zonen wie eine innere Vermessung. Sie geben dem Geschehen eine Struktur, als würde das Bild selbst seine neue Ordnung entwerfen. Das Erwachen, von dem der Titel spricht, ist deshalb kein sentimentaler Moment. Es ist ein struktureller Akt. Etwas ordnet sich neu.

„Tektonik des Erwachens“ beschreibt genau diesen Punkt: das Erwachen als Verschiebung innerer Kontinente. Nicht als sanftes Öffnen der Augen, sondern als tiefgreifende Neujustierung. Der sichtbare Kontrast von Glut und Grün ist nur die Oberfläche eines Prozesses, der darunter arbeitet.

Die kleine Bildfläche täuscht. In Wahrheit entfaltet sich hier ein weiter Raum, ein Übergangszustand zwischen Verdichtung und Aufbruch. Man blickt nicht auf eine Szene, sondern auf einen Moment im Werden.

Und vielleicht liegt genau darin seine Überzeugungskraft: Dieses Bild zeigt nicht, dass Veränderung geschieht. Es zeigt, wie sie sich anfühlt, wenn sie unvermeidlich geworden ist.

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