
Das Kalenderblatt zum 10. August
„Rodakino Beach“
Aquarell und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm
„Rodakino Beach“ ist weniger eine Landschaft als ein inneres Seelenpanorama. Der einsame Baum im Vordergrund erscheint als Archetyp des Selbst: tief in der Erde verwurzelt und zugleich dem Licht in der Ferne zugewandt.
Die Wege, die sich vor ihm verzweigen, erinnern an die vielen Entscheidungen eines Lebens. Manche verlaufen klar und offen, andere verlieren sich im Nebel des Ungewissen. Das leuchtende Gelb am Horizont wird zum Symbol von Hoffnung, Erkenntnis und innerer Berufung, während die dunklen Wolken am oberen Bildrand die unvermeidlichen Schatten des Daseins verkörpern: Ängste, Krisen und Übergänge, die zum Weg gehören.
Das Zusammenspiel von fließendem Aquarell und strukturgebender Acrylpaste verstärkt diesen Gedanken. Das Wasserhafte steht für Wandel, Vergänglichkeit und Bewegung, die pastosen Schichten für Beständigkeit und Erinnerung. Zwischen beiden Polen entfaltet sich ein Bild des Menschseins.
So erzählt „Rodakino Beach“ nicht von einem bestimmten Ort, sondern von einer inneren Landschaft. Es spricht von Standhaftigkeit, Sehnsucht und Vertrauen. Von der Gewissheit, dass sich vieles im Leben verändert, während im Innersten etwas bleibt, das den Weg kennt und unbeirrt dem Licht entgegenwächst.