
Das Kalenderblatt zum 6. Februar
“Seeleben”
“Sea life”
“Vida al Lago”
Aquarell auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm
„Seeleben“ ist kein Landschaftsbild sonderrn ein innerer Zustand, der sich in Farbe auflöst. Dieses Aquarell öffnet einen Raum, in dem Zeit still wird und Wahrnehmung weich. Nichts drängt sich auf, alles entsteht im Dazwischen: zwischen Himmel und Wasser, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen Ich und Welt.
Die fließenden Blau-, Grau- und Grüntöne wirken wie Atemzüge der Seele. Sie kommen und gehen, verdichten sich, lösen sich wieder auf. Das Wasser ist ruhig, aber nicht leer, es trägt Tiefe in sich. Der Himmel darüber ist bewegt, lichtdurchzogen, ein Ort des Übergangs, an dem sich Hoffnung und Melancholie sanft berühren. Genau hier entfaltet das Bild seine Kraft: Es erklärt nichts, es erinnert.
Am Ufer zeichnen sich Figuren ab, schemenhaft, reduziert, fast entrückt. Sie sind mehr Ahnung als Form, mehr Präsenz als Körper. Diese Gestalten erzählen keine Geschichte, sie stehen für uns: für das Verweilen, das Innehalten, das stille Schauen. Sie zeigen, dass Seele kein abgeschlossener Raum ist, sondern Beziehung, zur Landschaft, zum Licht, zum eigenen Inneren.
Die Technik des Aquarells verstärkt diese Botschaft meisterhaft. Das Wasser trägt die Farbe, lässt sie verlaufen, miteinander sprechen, sich verlieren. Kontrolle wird zugunsten von Vertrauen aufgegeben. Genau darin liegt die poetische Wahrheit dieses Werkes: Seele lässt sich nicht festhalten, nur erleben. Nicht fixieren, nur durchlässig machen.
„Seeleben“ berührt, weil es nichts fordert. Es lädt ein. Es schenkt Stille. Es erlaubt dem Betrachter, sich selbst in diesem weiten, offenen Raum wiederzufinden, ohne Maske, ohne Ziel, einfach im Sein. Dieses Bild ist eine leise Erinnerung daran, dass Tiefe nicht laut sein muss und dass das Wesentliche oft dort geschieht, wo wir aufhören zu suchen und beginnen zu lauschen.
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