Kalenderblatt vom 13. Januar
“Da steht ein Trampolin im Garten”
“There is a trampoline in the garden”
“Hay un trampolín en el jardín”
Acryl, Acrylpaste, Pigment, Quarzsand auf Acrylpapier ca. 21 x 15 cm
Dieses Bild entfaltet eine stille Spannung zwischen Leichtigkeit und Aufbruch, als würde in der sonnendurchfluteten Ruhe eines Gartens eine unsichtbare Energie pulsieren. Die weitgehend gelbe Fläche erscheint wie ein geöffnetes Feld der Möglichkeiten, ein Raum voller innerer Wärme, Klarheit und vibrierender Erwartung, strukturiert durch präzise Linien, die Ordnung schaffen und zugleich Andeutungen von Bewegung und Transformation in sich tragen.
Der scharf gesetzte, nach innen gerichtete Dreieckskörper wirkt wie der konzentrierte Moment vor dem Absprung, jene Phase, in der Kraft, Mut und Entscheidung zusammenkommen. Es ist der Atemzug vor der Bewegung, das innere Sammeln, bevor man sich aus vertrauten Koordinaten hinauskatapultiert. Gleichzeitig verankert die rötliche Basis unten das Bild im Elementaren: Sie steht für Ursprung, Erdung und die unerschütterliche Energie, aus der jede Entwicklung erwächst.
Zwischen diesen beiden Polen entfaltet sich ein stilles, poetisches Spannungsfeld. Das vermeintliche „Trampolin im Garten“ wird zur Metapher für Spiel, Experiment und den bewussten Sprung in neue Erfahrungsräume. So verwandelt das Werk das Alltägliche in eine symbolische Landschaft des Werdens und erinnert daran, dass hinter den einfachsten Formen ein ganzes Universum aus Möglichkeiten schwingt.