
Das Kalenderblatt zum 29. Oktober
“Geburt eines Sternenfeldes – Tanz der Urmaterie“
“Birth of a Starfield – Dance of the Primordial Matter“
“Nacimiento de un Campo Estelar – Danza de la Materia Primordial”
Acryl, Sand und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm
Aus der Tiefe des Nichts erhebt sich ein Flimmern, kaum wahrnehmbar, ein Zittern im ewigen Dunkel. Dann entzündet sich etwas. Gold, Rot und Blau beginnen sich zu durchdringen, zu wirbeln, zu schieben und zu drängen, als wüssten sie schon, dass sie eines Tages Welten tragen werden. In diesem Moment, der weder Anfang noch Ende kennt, beginnt die Urmaterie zu tanzen.
Das Bild erzählt von diesem Tanz, roh, leuchtend, ungestüm. Die Acrylfarben verschmelzen mit Sand und Paste zu einem vibrierenden Geflecht, das an planetare Nebel erinnert, an kosmische Explosionen, an die zarte Haut des Werdens selbst. Jeder Farbauftrag scheint ein Atemzug des Universums zu sein, jede Spur ein Flüstern des Ursprungs. Hier ist kein Chaos, sondern schöpferische Ordnung im Werden.
In der Mitte glüht das Licht, warm, golden, wie der erste Herzschlag eines neugeborenen Sterns. Rundherum die Spuren des Widerstands, das Ringen der Elemente, das Ineinander von Schöpfung und Auflösung. Nichts bleibt still, und doch ruht alles in vollkommener Balance.
Eine kleine Geschichte liegt diesem Bild zugrunde: Ein Staubkorn, verloren im unendlichen Raum, beginnt zu leuchten. Es erinnert sich, an Hitze, an Druck, an Klang. Es zieht anderes an, wird dichter, schwerer, heller. Und während es wächst, begreift es, dass es nicht allein ist. Um es herum tanzen Millionen andere, alle getragen vom gleichen Puls. So entsteht ein Sternenfeld, nicht aus Zufall, sondern aus dem tiefen Willen des Seins, sichtbar zu werden.
„Geburt eines Sternenfeldes – Tanz der Urmaterie“ ist eine Einladung, sich an diesen inneren Urknall zu erinnern, den Moment, in dem aus Stille Bewegung wurde, aus Leere Farbe, aus Bewusstsein Form. Es ist ein visuelles Gedicht über das Werden selbst, über das goldene Glühen des Anfangs, das in jedem von uns weiterbrennt.