
Das Kalenderblatt zum 24. Dezember
“Am Rand des Heiligen Abends”
“At the Edge of Christmas Eve”
“Al borde de la Nochebuena”
Acryl, Schlagmetall und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm
Dieses Bild entfaltet eine stille, aber kraftvolle Erzählung. Ein einsames Haus, verankert im Zwischenraum von Sichtbarkeit und Geheimnis, steht wie ein Symbol für jene Orte in uns, die wir nur am Rand großer Übergangsmomente betreten.
Die vertikalen Linien der Fassade wirken wie Spuren gelebter Zeit, fragile Erinnerungen, die zwischen Schutz und Offenheit oszillieren, während das Dach in warmen Rot- und Ockertönen einen Hauch von Geborgenheit und innerer Wärme anklingen lässt. Der weit ausgedehnte blaugrüne Raum um das Haus erscheint nicht leer, sondern geladen mit Atmosphäre, Erwartung und leiser Bewegung, ein Raum, der nicht beschreibt, sondern andeutet, der nicht erzählt, sondern spüren lässt. So entsteht eine Spannung zwischen Innen und Außen, zwischen Rückzug und Welt, zwischen Stille und unausgesprochenem Aufbruch.
Das Haus wird zur Metapher für unser inneres Gefüge, für jenen Ort, an dem Erinnerung, Sehnsucht und Identität sich überlagern, und der dennoch schlicht, unbeholfen, menschlich bleibt. In dieser Zurückhaltung liegt seine Überzeugungskraft: Es ist kein monumentales Bild, sondern eines, das im Verborgenen wirkt, das uns einlädt, stehenzubleiben, zu lauschen und vielleicht in der stillen Präsenz dieses Hauses ein Echo der eigenen Lebenslandschaft zu erkennen.
——————
Du kannst dieses Original kaufen:
https://www.juanlobo.info/widerrufsbelehrung/).
——————