
Kalenderblatt zum 19. Februar
“Afrikanischer Weißbauchigel inkognito”
“African four-toed hedgehog incognito”
“Erizo africano de viente blanco de incógnito”
Tusche auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm
Dieses Bild ist eine Meisterstudie des Verborgenen, ein visuelles Flüstern über die Kraft dessen, was sich nicht sofort preisgibt. Auf den ersten Blick sehen wir nur eine eruptive Formation aus aufstrebenden schwarzen Linien, roh, direkt, fast archaisch in ihrer Entschlossenheit. Doch genau darin liegt das Geheimnis: Diese Linien sind nicht bloß Form, sie sind Schutz, Haltung, Würde. Sie erzählen von einem Wesen, das sich nicht durch Angriff definiert, sondern durch die stille Autorität seiner Grenzen.
Der „Afrikanische Weißbauchigel inkognito“ zeigt sich nicht im Detail, sondern in seiner Essenz. Der Körper bleibt angedeutet, fast aufgelöst im fließenden Zusammenspiel aus erdigem Grau, pulsierendem Gelb und einem unerwartet intensiven Rot. Dieses Rot ist kein Zufall. Es ist das Herz im Verborgenen, der lebendige Kern unter der Oberfläche der Verteidigung. Es spricht von Verletzlichkeit, die sich entschieden hat, nicht schwach, sondern wachsam zu sein.
Die Tuschelinien wirken wie Antennen der Wahrnehmung, wie ein energetisches Feld zwischen Innen und Außen. Sie stehen aufrecht, unbeirrbar, und machen sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt: die stille Intelligenz des Instinkts. Inkognito bedeutet hier nicht Unsichtbarkeit, es bedeutet bewusste Selbstbestimmung darüber, wann und wie man gesehen wird.
Das Aquarellbüttenpapier verstärkt diesen Eindruck von Ursprünglichkeit. Es nimmt die Pigmente nicht nur auf, sondern lässt sie atmen. Dadurch entsteht eine Aura von Präsenz, die weit über die physische Größe des Bildes hinausreicht. Dieses Werk ist klein im Format, aber monumental in seiner Aussage: Wahre Stärke ist nicht laut. Sie ist gesammelt. Zentriert. Unerschütterlich.
Dieses Bild ist nicht nur eine Darstellung eines Igels. Es ist ein Spiegel für jeden, der gelernt hat, seine empfindsame Mitte zu schützen, ohne seine Lebendigkeit zu verlieren. Es ist eine Erinnerung daran, dass im scheinbaren Rückzug oft die größte Klarheit liegt und dass das, was sich verbirgt, nicht verschwindet, sondern sich sammelt, um im richtigen Moment mit stiller, unbestreitbarer Präsenz zu erscheinen.
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