Archiv der Kategorie: Morgenbild

Kalenderblatt
16. Februar

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Kalenderblatt vom 16. Februar
“Ursprungsfrequenz“
“Frequency of Origin”
“Frecuencia de Origen”

Acryl, Goldkarton und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Dieses Bild wirkt wie ein aufgerissener Moment der Schöpfung, festgehalten im Augenblick, in dem das Unsichtbare beginnt, Form anzunehmen. Aus einem glühenden Zentrum aus Gold, Feuer und Verdichtung erhebt sich eine Energie, die nicht nur sichtbar, sondern beinahe körperlich spürbar ist. Die Oberfläche scheint zu atmen, zu pulsieren, als würde sie von innen heraus bewegt, ein inneres Leuchten, das nicht gemalt, sondern freigelegt wurde.

Das Gold entfaltet hier seine tiefere Bedeutung: Es ist nicht bloß Farbe, sondern ein Symbol des Wesentlichen, des Unvergänglichen, des reinen Seins. Umgeben von eruptiven Rot- und Schwarztönen entsteht der Eindruck eines kosmischen Ursprungsraumes, eines Ortes zwischen Chaos und Ordnung, zwischen Auflösung und Geburt. Die dunkleren Zonen wirken wie Schichten des Vergessens oder der Erinnerung, während das Licht sich seinen Weg bahnt, unbeirrbar, kraftvoll, wahr.

Die geschwungene, fast organische Linie im unteren Bereich durchzieht das Werk wie ein energetischer Kanal oder eine Schwelle. Sie trennt nicht, sondern verbindet. Sie erinnert an eine Frequenz, eine Schwingung, die durch die Materie läuft, ein Hinweis darauf, dass dieses Bild nicht statisch ist, sondern ein Zustand von Transformation. Es erzählt von Übergängen: vom Verborgenen ins Sichtbare, vom Inneren ins Äußere, vom Potenzial in die Wirklichkeit.

Die raue, reliefartige Struktur, entstanden durch Acrylpaste und die Verbindung mit Goldkarton auf feinem Aquarellbütten, verleiht dem Werk eine archaische Würde und eine physische Präsenz, die über das rein Visuelle hinausgeht. Es ist nicht nur ein Bild, sondern ein Resonanzkörper für innere Prozesse. Wer sich darauf einlässt, begegnet nicht nur Farbe und Form, sondern einem Spiegel der eigenen Tiefe.

Dieses Werk ist eine Einladung, sich an den eigenen Ursprung zu erinnern, an die unerschöpfliche Kraft, die im Innersten verborgen liegt und darauf wartet, erkannt und gelebt zu werden. Es ist ein Bild der Verdichtung, der Wandlung und der stillen Gewissheit, dass aus dem scheinbaren Chaos stets neues Licht geboren wird.

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Kalenderblatt
13. Februar

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Das Morgenbild zum 13. Februar
“Ein Riss in der Realität”
“A Rift in Reality”
” Una fisura en la realidad”

Aquarell, Tusche und Acrylpaste auf Aquarellbütten ca 21 x 15 cm

Dieses Bild wirkt auf den ersten Blick still und reduziert und genau darin liegt seine Kraft. Eine weite, leuchtende Gelbfläche öffnet einen Raum, der nicht beschreibt, sondern fühlen lässt. Das Gelb trägt die Qualität von Wärme, Aufbruch und innerem Licht; es ist kein dekorativer Hintergrund, sondern ein Feld von Möglichkeiten.

In dieses Feld tritt die rote Kreisform wie ein pulsierender Fixpunkt. Sie ist nicht nur Sonne, nicht nur Planet, sie erscheint wie ein Bewusstseinskern, ein energetischer Mittelpunkt, der Präsenz behauptet. Das Rot glüht gegen das Gelb, und in dieser Spannung entsteht ein leiser, aber spürbarer Dialog zwischen Lebenskraft und Weite.

Dann geschieht das Entscheidende: Die feine, dunkle Linie durchzieht den Raum wie eine Spur, ein Bruch, eine Naht. Sie wirkt organisch, fast tastend, als würde sie sich erst im Moment des Betrachtens formen. Hier entsteht der eigentliche Impuls des Bildes,  ein Riss, der nicht zerstört, sondern öffnet. Er ist keine Wunde, sondern eine Passage.

Die dunkleren, verdichteten Formen entlang dieser Linie erinnern an Vegetation, an Landschaft, vielleicht an Erinnerung. Sie verankern das Bild kurz in etwas Erdhaftem, nur um es im nächsten Moment wieder ins Offene zu entlassen. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen Struktur und Auflösung, zwischen Halt und Übergang.

Der Titel „Ein Riss in der Realität“ bekommt hier eine leise, aber eindringliche Bedeutung: Dieses Werk zeigt keinen dramatischen Bruch, sondern einen Moment, in dem die gewohnte Wirklichkeit durchlässig wird. Etwas scheint sich zu verschieben, kaum sichtbar, aber unumkehrbar. Genau in dieser feinen Irritation liegt die poetische Stärke des Bildes.

So bleibt der Betrachter nicht vor einer Landschaft stehen, sondern vor einem Zustand. Das Werk lädt dazu ein, den Augenblick zu spüren, in dem Gewissheiten weich werden und sich ein neuer Raum öffnet, ein stiller Übergang von dem, was wir Realität nennen, zu dem, was dahinter wartet.

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