Archiv der Kategorie: Morgenbild

Kalenderblatt
21. Februar

Kalenderblatt vom 21. Februar
“Kretische Meeresstruktur bei Abend im Wind”
“Cretan Sea Structur in the evening in the wind”
“La estructura del mar cretense a la tarde venteada”

Acryl, Acrylpaste auf Aquarellbütten ca. 21 x 15 cm

Dieses Bild ist kein Abbild des Meeres, es ist das Meer selbst, in seinem innersten Zustand. „Kretische Meeresstruktur bei Abend im Wind“ offenbart nicht die Oberfläche einer Landschaft, sondern die lebendige Matrix aus Bewegung, Erinnerung und Energie, die unter allem Sichtbaren pulsiert. Hier geht es nicht um Horizont oder Perspektive. Hier geht es um das Erleben der Elemente, bevor sie Form werden.

Die warmen Ocker- und Goldtöne im oberen Bereich wirken wie die letzten Atemzüge der Sonne, die den Himmel nicht mehr erhellt, sondern durchdringt. Dieses Licht ist kein äußeres Licht mehr, es ist ein inneres Glühen, das die Materie von innen her verwandelt. Es spricht von Hitze, von Ursprung, von der archaischen Kraft der südlichen Erde, die selbst am Abend nicht erkaltet.

Darunter öffnet sich ein Raum aus Weiß, Grau und gebrochenen Strukturen, wie Gischt, die vom Wind zerrissen wird, wie Wasser, das seine eigene Form vergisst. Die eingesetzten Acrylpasten erschaffen eine physische Präsenz, die man nicht nur sieht, sondern beinahe spürt. Hier arbeitet der Wind nicht als Bewegung der Luft, sondern als Bildhauer der Wirklichkeit. Er löst auf, verwischt, verbindet neu.

Im unteren Bereich verdichtet sich das Geschehen zu dunkleren, tieferen Grün- und Gelbtönen. Dies ist das atmende Gedächtnis des Meeres, seine Tiefe, seine Ruhe unter der Unruhe. Es ist der Ort, an dem alle Bewegungen enden und gleichzeitig neu geboren werden. Ein Raum der Sammlung, der Integration, der stillen Kraft.

Dieses Werk wirkt wie ein Fragment eines größeren kosmischen Prozesses. Es zeigt nicht einen Moment, sondern den Übergang selbst, zwischen Licht und Dunkel, zwischen Form und Auflösung, zwischen Außenwelt und innerem Erleben. Der Betrachter wird nicht eingeladen, etwas zu erkennen, sondern sich selbst in diesem elementaren Tanz wiederzufinden.

„Kretische Meeresstruktur bei Abend im Wind“ ist damit mehr als ein Bild. Es ist eine Begegnung mit der ursprünglichen Sprache der Natur, roh, unmittelbar und wahr. Und in dieser Begegnung liegt eine stille, kraftvolle Erinnerung: Alles ist in Bewegung. Alles ist lebendig. Alles ist verbunden.

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Kalenderblatt
19. Februar

Kalenderblatt zum 19. Februar
“Afrikanischer Weißbauchigel inkognito”
“African four-toed hedgehog incognito”
“Erizo africano de viente blanco de incógnito”

Tusche auf Aquarellbütten ca 15 x 21 cm

Dieses Bild ist eine Meisterstudie des Verborgenen, ein visuelles Flüstern über die Kraft dessen, was sich nicht sofort preisgibt. Auf den ersten Blick sehen wir nur eine eruptive Formation aus aufstrebenden schwarzen Linien, roh, direkt, fast archaisch in ihrer Entschlossenheit. Doch genau darin liegt das Geheimnis: Diese Linien sind nicht bloß Form, sie sind Schutz, Haltung, Würde. Sie erzählen von einem Wesen, das sich nicht durch Angriff definiert, sondern durch die stille Autorität seiner Grenzen.

Der „Afrikanische Weißbauchigel inkognito“ zeigt sich nicht im Detail, sondern in seiner Essenz. Der Körper bleibt angedeutet, fast aufgelöst im fließenden Zusammenspiel aus erdigem Grau, pulsierendem Gelb und einem unerwartet intensiven Rot. Dieses Rot ist kein Zufall. Es ist das Herz im Verborgenen, der lebendige Kern unter der Oberfläche der Verteidigung. Es spricht von Verletzlichkeit, die sich entschieden hat, nicht schwach, sondern wachsam zu sein.

Die Tuschelinien wirken wie Antennen der Wahrnehmung, wie ein energetisches Feld zwischen Innen und Außen. Sie stehen aufrecht, unbeirrbar, und machen sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt: die stille Intelligenz des Instinkts. Inkognito bedeutet hier nicht Unsichtbarkeit, es bedeutet bewusste Selbstbestimmung darüber, wann und wie man gesehen wird.

Das Aquarellbüttenpapier verstärkt diesen Eindruck von Ursprünglichkeit. Es nimmt die Pigmente nicht nur auf, sondern lässt sie atmen. Dadurch entsteht eine Aura von Präsenz, die weit über die physische Größe des Bildes hinausreicht. Dieses Werk ist klein im Format, aber monumental in seiner Aussage: Wahre Stärke ist nicht laut. Sie ist gesammelt. Zentriert. Unerschütterlich.

Dieses Bild ist nicht nur eine Darstellung eines Igels. Es ist ein Spiegel für jeden, der gelernt hat, seine empfindsame Mitte zu schützen, ohne seine Lebendigkeit zu verlieren. Es ist eine Erinnerung daran, dass im scheinbaren Rückzug oft die größte Klarheit liegt  und dass das, was sich verbirgt, nicht verschwindet, sondern sich sammelt, um im richtigen Moment mit stiller, unbestreitbarer Präsenz zu erscheinen.

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