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Frieden: Beethoven “Ode an die Freude”

Frieden: Beethoven “Ode an die Freude” 
Acryl, mixed Media, 30 x 30 cm Lwd

Dieses Bild ist kein stiller Frieden. Es ist ein erkämpfter, errungener, vibrierender Frieden, einer, der nicht aus Abwesenheit von Konflikt entsteht, sondern aus dessen Durchdringung. Im Zentrum der Komposition explodiert ein energetischer Kern, roh und leuchtend zugleich, wie der Augenblick, in dem aus Chaos Sinn geboren wird. Von hier aus schießen Linien in alle Richtungen, wie Klangstrahlen, wie die ersten Takte einer Melodie, die sich unaufhaltsam Raum verschafft.

Das dominierende Rot spricht die Sprache der Menschlichkeit: Leidenschaft, Schmerz, Opfer, Liebe. Es ist das Rot der Geschichte, der Wunden, aber auch der ungebrochenen Lebenskraft. Dieses Rot wird nicht gezähmt, es darf fließen, reißen, sprengen. Und genau darin liegt seine Wahrheit. Denn Frieden, so macht dieses Werk unmissverständlich klar, ist kein Zustand der Glätte, sondern ein Zustand der Integration.

Die eingearbeiteten Fragmente der „Ode an die Freude“ sind mehr als ein Zitat. Sie sind das kollektive Gedächtnis der Menschheit, die Sehnsucht nach Brüderlichkeit, die Beethoven in Klang gegossen hat. Die Noten sind nicht brav lesbar, sie sind übermalt, durchbrochen, teilweise verdeckt. weil auch die große Vision von Frieden immer wieder überlagert wird von Realität. Und dennoch: Sie bleibt hörbar. Unzerstörbar. Tragend.

Goldene Flächen und Partikel verleihen dem Werk eine fast sakrale Dimension. Gold steht hier nicht für Luxus, sondern für Würde. Für den inneren Wert des Menschseins, der selbst im Aufruhr Bestand hat. Es ist das Licht, das nicht von außen kommt, sondern aus dem Innersten herausbricht, genau dort, wo die Linien sich kreuzen, wo Spannung zur Quelle wird.

Dieses Bild verlangt keine distanzierte Betrachtung. Es zieht hinein. Es konfrontiert. Es erinnert. Frieden wird hier nicht versprochen, er wird eingefordert. Als Haltung. Als Entscheidung. Als schöpferischer Akt. Wie Beethovens Musik selbst ist dieses Werk ein Appell an die innere Freiheit: an den Mut, die eigene Stimme im Getöse der Welt zu erheben und Teil eines größeren Einklangs zu werden.

Am Ende bleibt kein leiser Nachhall, sondern eine klare Botschaft: Frieden ist Bewegung. Frieden ist Mut. Frieden ist ein Werk, das wir immer wieder neu erschaffen müssen.

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Ballnacht
Frankenthal CF

Ballnacht Frankenthal CF

Ballnacht Frankenthal CF 2/2020
Fotodruck, Acryl, Schlagmetall, Glitter auf Leinwand ca. 100x75cm

Dieses Bild ist ein gesellschaftliches Ereignis. Eine visuelle Ballnacht, die nicht erzählt, sondern verführt. Die Leinwand explodiert in Farben, als hätte sich die Nacht selbst in Pigmente verwandelt: sattes Violett, glühendes Rot, elektrisches Blau, schimmerndes Grün und goldene Lichtblitze überlagern sich, reiben sich, tanzen miteinander. Nichts ist ruhig, nichts ist beiläufig. Alles steht unter Spannung, wie kurz vor Mitternacht, wenn Masken noch sitzen, aber die Wahrheit bereits durchscheint.

Im Zentrum erhebt sich eine weiße, ornamentale Figur, durchzogen von Spiralen und Wirbeln, fast wie aus Erinnerung geschnitzt. Sie wirkt zugleich fragil und standhaft, wie ein Wesen zwischen Erscheinung und Auflösung. Ihr Kopf ist von goldenem Schlagmetall gekrönt, kein lauter Glanz, sondern ein leiser, sakraler Akzent. Hier steht kein Mensch, sondern eine Essenz, eine Präsenz, die mehr fühlt als zeigt. Sie ist der ruhende Pol in einem Taumel aus Bewegung.

Um sie herum schneiden transparente, pfeilartige Formen durch den Raum, wie Lichtkegel, wie Blickachsen, wie Entscheidungen. Sie verleihen dem Bild Richtung, ohne Eindeutigkeit. Nichts ist festgelegt, alles ist möglich. Die Nacht öffnet Optionen, sie zwingt nicht, sie lädt ein. Genau hier entfaltet der Einsatz von Acryl, Fotodruck, Glitter und Schlagmetall seine volle Wirkung: Material wird Bedeutung. Glanz ist hier kein Schmuck, sondern ein psychologisches Signal, Verführung, Versprechen, Gefahr.

Rechts schwebt eine dunkle Fliege, fast beiläufig, fast ironisch. Ein Symbol für Konvention, für Etikette, für das gesellschaftliche Spiel. Doch sie wirkt verloren im Farbenrausch, wie ein Relikt aus einer Ordnung, die in dieser Nacht keine Macht mehr hat. Die Regeln gelten nur noch, wenn man an sie glaubt.

„Ballnacht Frankenthal“ ist kein romantisches Festbild. Es ist eine psychologische Momentaufnahme: der Augenblick, in dem Identitäten flüssig werden, in dem Rollen verrutschen, in dem das Innere nach außen drängt. Dieses Werk spricht Menschen an, die wissen, dass wahre Eleganz nicht im Kostüm liegt, sondern im Mut, sich zu zeigen. Ein Bild für Räume, die Charakter haben und für Betrachter, die bereit sind, sich berühren zu lassen.

Die Idee für dieses Werk entstand auf dem phänomenalen Rheinpfalz-Ball der Tanzschulen Knöller und TIF. 
Ich experimentierte zu der Zeit mit Fotodrucken meiner Morgenbilder auf Leinwand als Grundlage einzigartiger Bildkompositionen.
Dieses faszinierende Unikat gibts für 345.- Euro ab Atelier Frankenthal.

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