
Morgenbild vom 12. Januar
“Blutiger Mittwoch”
“Bloody Wednesday”
“Miércoles sangriento”
Acryl, Acrylpaste, Pigment auf Bambuspapier ca. 21 x 15 cm
„Blutiger Mittwoch“ offenbart sich als ein verdichteter Moment innerer Erschütterung, in dem Erinnerung, Bruch und Neuordnung in einen kraftvollen Dialog treten. Die vielschichtigen Rot- und Erdtöne wirken wie aufgerissene Sedimente eines emotionalen Untergrunds, ein vibrierendes Feld aus Verletzung, Verdichtung und nicht verarbeiteter Energie, das sich in jeder Strukturspanne spürbar manifestiert.
In dieses aufgewühlte Terrain schneiden die scharfkantigen, gelb-orangen Elemente wie grelle Signale hinein, Blitzpunkte der Konfrontation, der Entscheidung, des unausweichlichen Wendepunkts. Sie wirken wie Momente radikaler Klarheit, die die Oberfläche nicht nur durchbrechen, sondern das Unsagbare sichtbar machen.
Die rhythmischen weißen Spurpunkte ziehen sich wie tastende Bewegungen durch die Komposition, eine fragile Choreografie zwischen Verletzlichkeit und leiser Beharrlichkeit. Sie markieren ein Weitergehen, trotz allem, ein vorsichtiges Fortschreiben des Lebens im Schatten eines Ereignisses, das nachhallt.
Dazwischen liegt die dunkle Linie: ein stiller Einschnitt, eine Grenze zwischen „Davor“ und „Danach“, Orientierung und Bruch zugleich. Sie verankert die Komposition und öffnet gleichzeitig einen Raum für Ungewissheit, Reflexion und Neubeginn.
So erzählt dieses Werk nicht nur von Schmerz und Spannung, sondern von etwas Tieferem: von einer Transformation, die im Sturm geboren wird, von einem Tag der Konfrontation, der zugleich den leisen Ursprung innerer Neuordnung markiert.
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